11. September 2019
Zu viele Fehler – Zeche dafür bitter bezahlt

(Claudia Hirt) Das erste 2. Liga Heimspiel des 1. Damenteams des HC Mutschellen muss unter dem Motto: 'zu viele Fehler, unnötige Nervosität und nicht erklärbarer Respekt gegenüber dem Gegner' abgehackt werden. Ein Sieg wäre in greifbarer Nähe gewesen – jedoch 'verschenkten' die Gastgeberinnen die 2 Punkte – dies obwohl diese in der zweiten Hälfte in greifbarer Nähe lagen – es fehlte jedoch an der nötigen 'Kaltschnäuzigkeit' und Überzeugung. (Endresultat 17:19 / 7:11)

Mit spürbarer Nervosität und einer grossen Portion 'Gwunder' auf die erste Damen-2. Liga Saison in der Geschichte des Vereins, traf sich die Mutscheller Frauschaft in der heimischen Burkertsmatt. Im Wissen, dass man in der Vorbereitung gut im Bereich Kraft, Ausdauer und Technik gearbeitet und das Zusammenspiel in der neuen Teamkonstellation verfeinert hatte, trat 'frau' zum ersten Ernstkampf gegen die SG Meilen/Stäfa an. Die Gegnerinnen bzw. deren Spielweise war gänzlich unbekannt – entsprechend versuchten die beiden Teamverantwortlichen Hirt und Dätwyler einerseits, die Mutschellerinnen auf alle möglichen Szenarien vorzubereiten, andererseits das Team jedoch primär auf das eigene Spiel und die eigenen Stärken einzustimmen.

Der Start ins 2. Liga Abenteuer gelang sichtlich, konnte man doch innert der ersten zwei Minuten 2:0 in Führung gehen. Die Frauen vom rechten Zürcher Seeufer konnten folglich 'erst' in der siebten Minute ausgleichen – dies vor allem auch deshalb, weil sich beim Heimteam ungewohnt viele technische Fehler einschlichen. Bis in die 17. Minute konnten sich die Zürcherinnen mit 3:7 absetzen. In den folgenden 10 Spielminuten kämpften sich die Freiämterinnen vorerst wieder auf 7:9 an die Gäste heran. Diese ihrerseits reüssierten den 4-Tore Vorsprung bis zur Pause.

Die Pausenansprache der beiden HCM-Coaches fiel entsprechend aus – Fehler reduzieren, Chancen besser herausspielen, Geduld, Nervosität ablegen und vor allem an sich, das Team und dessen Stärken glauben und umsetzen.

Obwohl man nach nur einer Spielminute in der 2. Halbzeit ein weiteres Gegentor einstecken musste, schienen die Kampfgeister der Mutscheller Damen endlich erwacht. Bis in die 37. Spielminute gelang es dem Heimteam, sich auf 12:14 an die Züricherinnen heran zu kämpfen. Diese stemmten sich jedoch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen eine drohendende Einholung. So schwappte das Spiel hin und her. In der 42. Minute gelang Sarah Joho das Anschlusstor zum 15:16. Ganze sechs Minuten fiel auf beiden Seiten kein Tor – entweder wegen technischen Fehlern oder Wurfparaden der beiden Torhüterinnen. Die Frauen von Meilen/Stäfa gelang sodann bis in die 54. Minute, sich wieder auf 15:18 abzusetzen. In der 58. Minute konnte Evelyne Bolt zwar nochmals skoren, jedoch war die Spielzeit zu fortgeschritten, um die erste Meisterschaftsniederlage in der 2. Liga noch abzuwenden.

Sicherlich ist man enttäuscht – nicht ob der Niederlage – sondern ob der Art und Weise. Zu viele, unnötige Fehler, vorschnelle Abschlüsse und die fehlende Kaltschnäuzigkeit führten zum Verlust der zwei Punkte. Positiv gewichtet darf die 2. Halbzeit werden - 'gewann' man diese doch mit 10:8 Toren... Nichts desto trotz – die Saison ist noch jung – und wir wachsen an solchen Erfahrungen. Wir kommen zurück….

Wir beweisen Herz,

siegen mit Stolz,

verlieren mit Respekt,

aber geben nie auf!


 



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