10. September 2019
Mit Niederlage in die neue Saison

Nach dem 18:14-Pausenrückstand kämpfen sich die Mutscheller Handballer bis auf ein Tor heran, müssen aber nach der 32:30-Niederlage trotzdem beide Punkte beim Gegner lassen.

(Christoph Hajagos) In der Analyse war es wohl die erste Viertelstunde, die die Partie zwischen der SG Binningen und dem HC Mutschellen entschieden hat. Die Gäste aus dem Aargau bekamen mit ihrer Abwehr nur bedingten Zugriff auf die grossgewachsenen Hausherren und lagen nach einem Viertel der Spielzeit mit fünf Treffern im Rückstand (11:6). Erst mit Fortdauer des Auftaktspiels in die neue Saison, die nach den Abgängen eines halben Dutzend Spieler beim HC Mutschellen zur Neuausrichtung genutzt werden muss, kam der Erstligaabsteiger besser ins Spiel. Vor allem Walber Miranda glänzte als treffsicherer Schütze. Mit seinen elf Toren war er am Ende für mehr als ein Drittel aller Mutscheller Treffer verantwortlich. Daneben konnten auch Pascal Baur mit vier und Yannick Vetsch mit fünf persönlichen Treffern eine reine Weste vorweisen. Und mit Fabian Brunner hatten die Freiämter einen vierten Spieler in ihren Reihen, der mit fünf Toren aus sieben Versuchen ebenfalls einen massgeblichen Anteil daran hatte, dass sich der HC Mutschellen am Ende nur mit zwei Toren Differenz geschlagen geben musste.

Steigerung nach dem ersten Viertel

Ein erster Lichtblick für die Aargauer Gäste im Vorort von Basel war die zweite Hälfte der ersten Halbzeit, in der die Freiämter den Rückstand zwar nur um ein Tor verkleinern, den Hausherren aber nun vermehrt Paroli bieten konnten. Nach Ablauf der ersten dreissig Minuten führte der SG Binningen mit 18:14.

Es fehlte nicht viel…

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Bereits nach zehn Minuten hatten sie den Vier-Tore-Rückstand halbiert (21:19). In der Folgezeit pendelte sich der Rückstand der Freiämter bei zwei, drei Toren ein. Man spürte, dass die Mannschaft nahe an der Wende war, doch es dauerte bis zur 53. Minute, ehe Brunner den Anschlusstreffer zum 27:26 erzielen konnte. Die Hausherren wankten, fielen jedoch nicht. Mutschellens Trainer Stefan Konkol meinte nach der Partie zu dieser Phase: „Uns fehlten in der Schlussphase neue Kräfte, die Ruhe ins Spiel gebracht hätten. Plötzlich wollte man die Wende mit der Brechstange erzwingen.“ In der Tat konnte die SG Binningen den Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen und den Sieg in den letzten Minuten über die Runden bringen. Am Ende behielten die Basel-Landschaftlichen mit dem 32:30-Erfolg beide Punkte bei sich.

„Wir waren nahe dran“

Unmittelbar mach dem Spiel nahm Konkol seine Mannschaft zur ersten Analyse zusammen und wusste schon bald, wann und wo sein Team ein besseres Ergebnis vergeben hatte. „Die erste Viertelstunde hat uns eine zu grosse Hypothek hinterlassen, da hatten wir nur bedingten Zugriff auf die Binninger. Aber daran können wir arbeiten. Am Ende waren wir nahe am Gegner dran, mit etwas mehr Wettkampfglück können wir einen oder sogar zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Nun ist es halt so, wir schauen auf die nächsten Partien“, fasste Konkol die Partie zusammen.

Zwei Wochen Meisterschaftspause

Das nächste Meisterschaftsspiel bestreiten die Mutscheller in knapp zwei Wochen. Am übernächsten Wochenende empfangen die Freiämter den HC Hopfenperle, eine Mannschaft, gespickt mit einigen ehemaligen NLA-Spielern, die vor drei Jahren noch in der vierten Liga gespielt und seither einen beinahe unvergleichbaren Durchmarsch erlebt hatte. Man darf gespannt sein, wie sich der HCM bei seinem ersten Heimauftritt präsentieren wird.

SG Binningen – HC Mutschellen 32:30 (18:14). Spiegelfeld Binningen. – 30 Zuschauer. – SR Bieri/Jud. – Torfolge: 2:0, 2:1, 4:1, 4:2, 5:2, 5:3, 6:3, 6:5, 9:5, 9:6, 11:6, 11:7, 12:7, 12:8, 13:8, 13:9, 14:9, 14:10, 15:10, 15:11, 16:11, 16:13, 17:13, 17:14, 18:14; 18:15, 19:15, 19:17, 20:17, 20:18, 21:18, 21:19, 22:19, 22:20, 23:20, 23:21, 24:21, 24:22, 25:22, 25:23, 27:23, 27:26, 29:26, 29:27, 30:27, 30:28, 32:28, 32:30. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Binningen, 2-mal 2 Minuten gegen Mutschellen. – Binningen: Metzmeier, Nussbaumer (ab 31.); Beetschen, Breitenbücher (5), Brüstle (1), Buser (5), Crettaz, Goepfert (4), Käser (2), Manger (1), Petignat (3), Ryhiner (7), Schaller (3), Siegrist (1). – Mutschellen: Hubli, Külling (ab 22.); Baur (4), Brunner (5), Joho (2), Loretan, Miranda (11/5), Schelbert (2), Schönenberger (1), Varchola, Vetsch (5). – Bemerkungen: Füglistaler und Moceri bei Mutschellen nicht eingesetzt. – Timeout: Binningen (30./18:14 und 58./31:28), Mutschellen (11./8:5 und 56./29:26). – Mutschellen ohne Barbian (abwesend), Gündel, Wymann (beide verletzt) und Leuenberger (Arbeit).



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