Pressemitteilung HC Mutschellen, 17. September 2018
Mutschellen gibt den Sieg noch aus der Hand

Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt mussten sich die Mutscheller Handballer in der Meisterschaft erstmals geschlagen geben. Die knappe 25:26-Heimniederlage gegen die SG Horgen/Wädernswil wäre vermeidbar gewesen.

(Christoph Hajagos) Lange Gesichter bei Spielern, Staff und Fans des HC Mutschellen nach der Niederlage gegen die SG Horgen/Wädenswil. Zehn Minuten vor dem Ende hatten die Freiämter noch wie der scheinbar sichere Sieger ausgesehen. 20:18 führte der Aufsteiger vor 200 Zuschauern in der Burkertsmatt und steuerte auf den dritten Vollerfolg im dritten Meisterschaftsspiel zu. Knappe 46 Stunden zuvor war die Cup-Partie gegen den B-Ligisten Endingen angepfiffen worden. Nach einem erfolgreichen Aufgalopp und der zwischenzeitlichen 4:2-Führung konnte der Aussenseiter vom Mutschellen gegen die Surbtaler bis knapp zehn Minuten vor der Pause mithalten. Dann machte sich der Ligaunterschied deutlich bemerkbar. Am Ende resultierte eine deutliche 23:43-Niederlage. Trotzdem überwog die Freude über das Erlebnis, sich im Schweizer Cup mit einem höherklassigen Team messen zu können.

Ganz anders war die Gemütslage nach dem Spiel gegen die Spielgemeinschaft vom linken Zürichseeufer. Horgen als Absteiger aus der Nationalliga B und Wädenswil, im Frühling aus der ersten Liga in die NLB aufgestiegen, haben ihre Zusammenarbeit auch in der ersten Liga gefestigt, so dass die SG Horgen/Wädenswil ein Auffangbecken für junge Spieler bildet, die kurz vor dem Sprung in die NLB sind. Von dieser Seite her kann man schon auch sagen, dass man ein solches Spiel verlieren kann. Schaut man sich aber den Spielverlauf an, dann ärgert die Niederlage schon gewaltig.

Ähnliche Spielverläufe in beiden Halbzeiten

Vergleicht man die Spielverläufe in beiden Halbzeiten, so zeigen sich einige Parallelen. Sowohl in Durchgang eins, wie auch nach der Pause führte der HC Mutschellen über weite Strecken der Partie. Und in beiden Halbzeiten drehte der Gast das Geschehen in den letzten Minuten. Nach einem ansprechenden Start führte der HCM kurz vor Halbzeitmitte mit 6:4, danach dauerte es fast zehn Minuten bis zum nächsten Torerfolg. Die Gäste aus dem Nachbarkanton hatten in der Zwischenzeit das Geschehen ausgeglichen und in den letzten sieben Minuten vor der Pause aus dem 7:7 ein 9:10 gemacht.

In den ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Duje Vukadin seinen grossen Auftritt. Beinahe im Alleingang sorgte er dafür, dass der HC Mutschellen wieder die Führung übernahm. Und diese bauten die Freiämter kontinuierlich bis zum 19:15 aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren die Partie im Griff, steuerten scheinbar sicher auf den dritten Sieg im dritten Meisterschaftsspiel zu. Doch es kam bekanntlich anders. In den letzten zehn Minuten schlichen sich viele Fehler ein, beste Chancen wurden vergeben. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Gäste konnten erneut ausgleichen und kamen in den Schlussminuten ihrerseits zum Handkuss. Den 25:26-Siegtreffer gelang ihnen in der letzten Minute, der HCM konnte in den letzten Sekunden des Spiels nicht mehr reagieren.

Enttäuschung spürbar

Die Enttäuschung über die Niederlage war auch noch über eine halbe Stunde nach dem Spiel omnipräsent. Lange Gesichter, wohin man auch schaute. Und doch war man sich schnell einig, dass nicht eine einzelne Spielszene den Ausschlag gegeben, sondern vielmehr die Summe der Fehler, die die Mannschaft während des Spiels gemacht hatte. Diese gilt es nun zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Spitzenspiel mit dem Leader

Trotz der ersten Meisterschaftsniederlage liegt der HC Mutschellen auf Platz zwei der Tabelle. Und nächste Woche gastiert mit der SG HV Olten der Leader auf dem Mutschellen. Die verlustpunktlosen Solothurner haben in ihren drei Partien überzeugt und sich jeweils mit mindestens sechs Toren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz durchgesetzt. Da wartet also eine nächste grosse Aufgabe auf den Aufsteiger. Doch dieser hat bereits bewiesen, dass er sich diesen Aufgaben stellen kann. Dazu müssen halt einfach die vielen kleinen Fehler vermieden werden.

HC Mutschellen – SG Horgen/Wädenswil 25:26 (9:10). Burkertsmatt Widen. – 200 Zuschauer. – SR Christinet/Makhlouf. – Torfolge: 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 5:2, 5:4, 6:4, 6:6, 7:6, 7:9, 8:9, 8:10, 9:10; 11:10, 11:11, 12:11, 12:12, 13:12, 13:13, 14:13, 14:14, 16:14, 16:15, 19:15, 19:16, 20:16, 20:18, 21:18, 21:20, 22:20, 22:21, 23:21, 23:23, 24:23, 24:25, 25:25, 25:26. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Mutschellen, 6-mal 2 Minuten inkl. Roter Karte (Kummer (60./Dritte Zeitstrafe) gegen Horgen/Wädenswil. – Mutschellen: Barbian, Wagner (31. – 59); Adamcic (2), Baur (7), Gündel, Küttel, Leuenberger (3), Miranda (5/3), Sax, Ulrich, Vetsch, Vukadin (8). – Horgen/Wädenswil: Hofer, M. Schäfer (ein Penalty und ab 44); Diener (2), Gantner (7/2), Koller (3), Kummer (1), Ottinger (2), Pfister, C. Schäfer, Schuler (8), Sebele (1), Weidmann (2). – Bemerkungen: Bossard und Brunner bei Mutschellen, Feusi und Burkhardt bei Horgen/Wädenswil nicht eingesetzt. – Time-out: Mutschellen (19./6:5 und 59./24:25), Horgen/Wädenswil (30./9:10 und 46./18:15). – Mutschellen ohne Füglistaler, Hubli, Kyburz, Schönenberger (alle Einsatz HCM II) und Wymann (Ferien).


Bild: Daniel Küttel



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