4. Februar 2019
Hochverdienter Auswärtssieg des 1. Damenteams - eine bravouröse Teamleistung

(Claudia Hirt) Eines war von Anfang an klar – in der Innerschweiz bläst ein eisiger Wind – und dies nicht aufgrund der Jahreszeit. Entsprechend wurde dem Team in der Matchbesprechung eingetrichtert, dass nur 60 Minuten mit vollem Einsatz, Konzentration, Konsequenz und Kampf um jeden Ball, ein Sieg nach Hause gefahren werden konnte, wusste man doch ob der körperlichen Robustheit der Innerschweizer-Teams Bescheid – in der Saison 16/17 durften die Mutscheller-Frauen dies bereits am eigenen Leib erfahren.

Das Spiel startete auf beiden Seiten sichtlich nervös, auch wurde innert Minuten klar, dass dieses Spiel körperlich sehr intensiv werden würde. In der zweiten Spielminuten konnten die Gäste mit 1:0 in Führung gehen, eine Zweiminutenstrafe gegen eine Altdorfer-Spielerin konnte folglich jedoch nicht genutzt werden. Nachdem die Gastgeberinnen ausgleichen konnten, gelang es dem Team aus dem Freiamt vorerst nicht, die Nervosität vollends abzulegen. Ab der 10. Minute rissen die Aargauerinnen jedoch das Spieldiktat an sich. Mit einer absolut gigantischen Abwehrleistung liessen die Mutschellerinnen die Altdorferinnen 10 weitere Minuten fast verzweifeln. Hinten gelang es die Schotten dicht zu machen und im Angriff fruchteten schön herausgespielte Auslösungen in Toren. Nach 20 Minuten stand es sodann 2:8 für die Gäste. Nachdem die Mutschellerinnen das Score bis zu 3:10 erhöhen konnten, schlichen sich ab der 25. Minute Konzentrationsfehler und überhastete Abschlüsse ein, so dass die Anzeigetafel nur kurz darauf ein Resultat von 5:10 anzeigte. Mit einem Timeout in der 26. Spielminute versuchte Head-Coach Hirt ihr Team wieder in die Spur zu bringen – was aber nicht wunschgemäss gelang. Mit einem Resultat von 8:11 ging man in die nötige Pause.

Der Tenor in der Pausenansprache war klar – es brauchte nochmals 30 Minuten 150prozentigen Einsatz, Konzentration und Konsequenz, nur so würde es gelingen, die Altdorferinnen weiter in schach zu halten. Die zweite Halbzeit begann vielversprechend. Mit druckvollem Angriff spielten sich die Mutschellerinnen oftmals brilliant frei – und liessen (endlich) aufblitzen, welchen Spielwitz sie sich unterdessen aneignen konnten. Die zweite Hälfte des Spiels war eine Augenweide – zum ersten Mal in der ganze Saison zeigte dieses Team was in ihnen steckt – bis anhin schlummerte es einzig – doch in diesem ersten Rückrundenspiel schien der Knoten geplatzt. Hinten verteidigten die Gäste bilderbuchmässig abgestimmt und antizipativ. Vorne spielte man die Gegnerinnen mit der nötigen Geduld und Konsequenz aus – in der 50 Minute stand es entsprechend 15:22. Bis zum Schluss gelang es den Mutscheller Frauen, als verschworene Gruppe aufzutreten, Fehler auf ein Minimum zu reduzieren und jede für die andere zu kämpfen. Das Schlussresultat von 18:25 wurde entsprechend frenetisch gefeiert. Unseren Team-Gedanken ‚ONE TEAM ONE SPIRIT‘ lebten die Ladies eindrücklich vor.

Jede einzelne Spielerin hat ihren Teil zu diesem Erfolg beigetragen – jedoch darf die Leistung von Jacky Weber explizit erwähnt werden – spielte sie doch nach langer Verletzungspause das erste Mal in dieser Meisterschaft und zeigte mit ihren 4 Toren vom linken Flügel eindrücklich, dass sie ein wichtiges Puzzleteil dieses Teams sein kann. Ebenso war die Abschlussstärke von Sarah Joho einmal mehr eine Augenweide – sei dies im Gegenstoss oder Einzelaktionen aus dem Spiel – mit 10 Toren durfte (musste) sie nach dem Spiel dafür ins Portemonnaie greifen :-)...

Es darf gehofft werden, dass die 1. Damenmannschaft des HC Mutschellen von diesem Erfolg beflügelt wird bzw. bleibt und sie im gleichen Stil ihr Können in den kommenden Spielen abrufen kann. Gezeigt was in diesem Team steckt - haben sie eindrücklich!

                                                                    Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!

                                                                      (Johann Wolfgang von Goethe)






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