3. Dezember 2018
Das Spiel verloren, die Hoffnung bleibt

Für den HC Mutschellen rückt die Abstiegsrunde immer näher. Zwar können die Freiämter den Sprung über den ominösen Strich auch nach der 17:22-Heimniederlage gegen den KTV Muotathal noch schaffen, doch brauchen sie dazu ein Wunder und fremde Schützenhilfe.

(Christoph Hajagos) Unmittelbar nach der Schlusssirene, die die 17:22-Niederlage für den HC Mutschellen besiegelte, bat HCM-Trainer Stefan Konkol seine Spieler zur ersten Unterredung in den Mittelkreis. Was dort besprochen wurde, blieb im Kreis der Mannschaft und drang nicht nach aussen. Doch auch für den aussenstehenden Beobachter war es klar, dass sich der Aufsteiger mehr von der Partie gegen den KTV Muotathal erhofft hatte. Im Hinspiel vor gut zwei Monaten machten die Freiämter in der Schlussphase noch einen Drei-Tore-Rückstand wett und erkämpften sich am Ende ein Unentschieden. Diesmal blieb die erhoffte Wende aus.

Nur einmal geführt

Marc Leuenberger, in den letzten Partien effizientester Torschütze für den HC Mutschellen, eröffnete in der 2. Minute den Torreigen. Es sollte aber die einzige Führung der Hausherren in der mit 350 Zuschauern gut gefüllten Burkertsmatt sein. Danach legten die Gäste aus der Innerschweiz stets vor. Eine erste Zwei-Tore-Differenz konnten die Freiämter bis zur Mitte der ersten Halbzeit zwar noch wettmachen, danach rannten die Mutscheller immer wieder einem Rückstand hinterher. Immer wieder scheiterten die Freiämter am starken Yves Imhof im Tor der Schwyzer. Zehn Bälle wehrte der Muotathaler Schlussmann bis zur Pause ab, nach dem Seitenwechsel kamen nochmals dreizehn Paraden hinzu. Dabei profitierte Imhof vom guten Zusammenspiel zwischen ihm und seinen Vorderleuten. Dem HCM fehlte es immer wieder an Überzeugung, dass Schwyzer Bollwerk überwinden zu können. Nach Ablauf führten die Gäste mit 9:12.

Es fehlte der Glaube zur Wende

Bis zum ersten Treffer nach dem Seitenwechsel mussten sich die Zuschauer bis zur 35. Minute gedulden. Nach dem Konter-Tor durch Alexander Suter fühlte sich Mutschellens Torhüter Pascal Wymann so dermassen provoziert, dass er sich für einen kurzen Moment nicht mehr ganz unter Kontrolle hatte und dafür von den Schiedsrichtern auf die Strafbank verbannt wurde. Mutschellens Problem war an diesem Abend aber nicht die Defensive, vielmehr fehlte es am Glauben, die Wende noch bewerkstelligen zu können. Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Freiämter mit 12:17, zehn Minuten vor dem Ende mit 13:20 in Rückstand. Als Leuenberger Mitte der zweiten Halbzeit mit einer Nasenbeinverletzung ausfiel, fehlte dem Aufsteiger ein weiteres Mosaiksteinchen in den Angriffsbemühungen. Dafür sprang Niclas Gündel in die Bresche, der zusammen mit Leuenberger zum treffsichersten Schützen des Abends wurde. Beide Mutscheller Akteure kamen am Ende auf je fünf Treffer, die 17:22-Niederlage konnten sie jedoch nicht mehr abwenden.

„22 Tore zu bekommen ist ok, aber…“

Den Hauptgrund, warum der Aufsteiger die Partie gegen den KTV Muotathal verloren hatte, machten die Freiämter schon bald nach dem Schlusspfiff aus. Torhüter Ricardo Barbian und Teammanager Andreas Füglistaler nannten beide die mangelhafte Chancenauswertung als Grund es Übels. „22 Gegentore zu bekommen ist eigentlich nicht schlimm. Schlimm wird es nur, wenn man selber nur 17 Tore schiesst“, bilanzierte der Mutscheller Schlussmann, der selber auf eine ansehnliche Abwehrquote von 50 Prozent kam. „Muotathals Torhüter Imhof profitierte vom guten Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten und kam so zu den vielen Paraden“, schloss sich Füglistaler der Ursachenforschung an.

Schützenhilfe wird benötigt

Hatte der HC Mutschellen vor der Partie vier Punkte und 17 Tore Rückstand auf einen Platz in der Finalrunde, so sind es weiterhin vier Zähler, die den Aufsteiger vom Platz über dem ominösen Strich trennt. Dazu kommt noch die um 15 Tore schlechtere Tordifferenz gegenüber dem HC Einsiedeln hinzu. In den letzten beiden Runden braucht der HCM nicht nur zwei deutliche Siege gegen die SG Pilatus und den TV Muri, sondern muss auch auf jeweils zwei Ausrutscher von Einsiedeln und Horgen/Wädenswil hoffen.

Den ersten Schritt dazu können die Mutscheller am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen die SG Pilatus machen. Die Spielgemeinschaft aus der Innerschweiz kommt gegen Schluss der Hauptrunde immer besser in Fahrt, liess vor drei Wochen mit dem Sieg gegen den Leader Olten aufhorchen und setzte sich am letzten Samstag im Kellerduell gegen Wohlen durch. Das Hinspiel Mitte Oktober konnte der HC Mutschellen nach hartem Kampf für sich entscheiden.

HC Mutschellen – KTV Muotathal 17:22 (9:12). Burkertsmatt Widen. – 350 Zuschauer. – SR Pfister/Schädeli. – Torfolge: 1:0, 1:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:7, 6:7, 6:8, 7:8, 7:10, 8:10, 8:11, 9:11, 9:12; 9:14, 11:14, 11:16, 12:16, 12:18, 13:18, 13:20, 15:20, 15:21, 16:21, 16:22, 17:22. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Mutschellen, 3-mal 2 Minuten gegen Muotathal. – Mutschellen: Barbian, Wymann (5. – 36.); Brunner (3/2), Drazetic (1), Faiss, Gündel (5), Leuenberger (5), Miranda (1), Ulrich, Vetsch, Vukadin (2). – Muotathal:Y. Imhof; E. Betschart, M. Betschart (1), Föhn, P. Gwerder (3), S. Gwerder (3), Heinzer, Henseler (1), N. Imhof (4), Kurti (4/4), Lüönd (1), Schelbert (1), Suter (4). – Bemerkungen: Wymann hält Penalty von Kurti (5./1:1), Y. Imhof von Brunner (25./7:9), Vetsch (45./12:17) und Faiss (58./16:21). – Adamcic und Füglistaler bei Mutschellen, Oechslin bei Moutathal nicht eingesetzt. – Time-out: Mutschellen (10./2:3 und 50./13:20), Muotathal (30./9:11). – Mutschellen ohne Baur, Bossard, Sax (alle verletzt), Küttel und Wagner (beide Einsatz MU19 Elite HSC Suhr Aarau).



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