29. Oktober 2018
Zweimal fünf fatale Minuten

Im ersten Spiel der Rückrunde revanchiert sich der HC Einsiedeln beim Aufsteiger Mutschellen für die Hinspielniederlage. Dem HC Mutschellen werden die ersten und die letzten fünf Minuten des Spiels zum Verhängnis. Die Folge ist eine 25:29-Heimpleite für die Freiämter.

(Christoph Hajagos) Zwischen der 52. und der 55. Minute bot sich dem Aufsteiger Mutschellen gleich mehrmals die Chance, im Spiel gegen den HC Einsiedeln erstmals in der Partie in Führung zu gehen. Zum zweiten Mal hatten die Freiämter einen Vier-Tore-Rückstand wettgemacht und sich wieder herangekämpft. Doch der Aufsteiger vergab die Chancen gleich reihenweise und musste fünf Minuten vor dem Ende wieder einem Rückstand hinterherrennen. Und diesmal konnte der HC Mutschellen nicht mehr reagieren. Zwar gelang kurz darauf Marc Leuenberger, treffsicherste und gefährlichster Feldspieler der Freiämter an diesem Abend, noch der Anschlusstreffer zum 25:26. Doch zu mehr reichte es in den letzten fünf Minuten nicht mehr. Die Schwyzer brachten die Punkte sicher ins Trockene und revanchierten sich mit dem 25:29-Auswärtserfolg für die Hinspielniederlage anfangs September.

Katastrophaler Start

Bereits nach sechs Minuten musste HCM-Trainer Stefan Konkol zur Time-out-Karte greifen und seine Spieler auf die Wichtigkeit des Spiels hinweisen. Nach einem veritablen Fehlstart lagen die Freiämter zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:4 im Hintertreffen und hätte Torhüter Ricardo Barbian nicht einen starken Abend erwischt, so wäre der Rückstand noch deutlicher ausgefallen. Vor allem im Angriff wollte dem Aufsteiger wenig bis gar nichts gelingen. Zu oft schlichen sich technische Fehler ins ungenaue Angriffsspiel des HCM ein, die der Schwyzer Gast beinahe jedes Mal zu einem Treffer ausnutzen konnte.

Erst nach der Auszeit fand der HCM besser ins Spiel. Vor allem die Umstellung, dass Leuenberger nicht mehr am rechten Flügel sondern als Spielgestalter im mittleren Rückraum zum Einsatz kam, brachte mehr Schwung in den Freiämter Angriff. Mitte der ersten Halbzeit, als die Gäste zeitweise in doppelter Unterzahl agieren mussten, kamen die Hausherren bis auf einen Treffer (6:7) heran. Der Ausgleich wollte indes (noch) nicht gelingen. Es schien der Anschein zu machen, dass die Gäste jederzeit hätten einen Gang höher schalten können, wären sie ernsthaft in Bedrängnis gekommen. So behielten die Schwyzer auch nach Ablauf der ersten Halbzeit und dem 13:15 die Führung.

Ähnlicher Verlauf in Durchgang zwei

Gleich nach der Pause zog Einsiedeln wieder auf vier Tore davon, doch der HCM liess sich weiterhin nicht beirren. In der Folgezeit pendelte sich der Rückstand der Freiämter zwischen zwei und vier Treffern ein. Und wie schon in der ersten Halbzeit hatten die Mutscheller ihre beste Phase kurz nach Mitte der Halbzeit. Angeführt vom spielfreudigen Leuenberger kamen die Freiämter in der 50. Minute zunächst durch Gal Adamcic zum 22:23-Anschlusstreffer und wenige Sekunden später durch Fabian Brunner zum lautstark umjubelten Ausgleich. Das Momentum schien auf die Seite der Aargauer zu kippen. Doch die 350 Zuschauer in der Burkertsmatt kamen nicht in den Genuss, die Heimmannschaft in Führung zu sehen. Eine Strafe gegen Brunner überstanden die Freiämter schadlos, danach kamen die Chancen, das Steuer vollends herumzureissen. Aber eben, es kam dann halt doch anders.

Ratloser Co-Trainer

Am Tag nach der Niederlage meinte HCM-Co-Trainer Jochen Külling ratlos: „Wir wissen nicht, woran es gelegen hat, dass die ersten und die letzten fünf Minuten der Partie so in die Hosen gegangen sind. Einzig Marc Leuenberger und Ricardo Barbian kamen während des ganzen Spiels auf Betriebstemperatur. Der Rest hatte Ladehemmungen.“

Nun gilt es, die richtigen Schlüsse aus der Niederlage zu ziehen und die Konzentration auf das nächste Spiel zu legen. In zwei Wochen ist der HC Mutschellen Gast in Wohlen. Im vierten Freiämter Derby möchten die Mutscheller Aufsteiger zurück in die Erfolgsspur finden. Dazu müssen sie aber auch die Gründe für die Ladehemmungen finden.

HC Mutschellen – HC Einsiedeln 25:29 (13:15). Burkertsmatt Widen. – 350 Zuschauer. – SR Abalo/Maurer. – Torfolge: 0:4, 2:4, 2:6, 3:6, 3:7, 6:7, 6:9, 7:9, 7:10, 8:10, 8:11, 10:11, 10:12, 11:12, 11:13, 12:13, 12:14, 13:14, 13:15; 13:16, 14:16, 14:18, 15:18, 15:19, 18:19, 18:22, 20:22, 20:23, 23:23, 23:24, 24:24, 24:26, 25:26, 25:29. – Strafen: je 3-mal 2 Minuten. – Mutschellen: Barbian; Adamcic (4/1), Brunner (3), Faiss (3), Gündel (1), Leuenberger (9), Miranda (1/1), F. Ulrich (3), Vetsch, Vukadin (1). – Einsiedeln:Th. Ulrich; Beyer (1), D. Gebert, Lütscher (2), Maag, Meier (7), Schelbert (11/2), D. Schmid, Tsamesidis (4), Varga (1), Vizi (3). – Bemerkungen: Th. Ulrich hält Penalty von Walber (43./18:20). – Füglistaler, Küttel, Wagner und Wymann bei Mutschellen, Achermann, M. Schmid und Sutter bei Einsiedeln nicht eingesetzt. – Time-out: Mutschellen (7./0:4 und 44./18:22), Einsiedeln (20./10:11 und 52./24:24). – Mutschellen ohne Baur, Bossard, Sax (alle verletzt), Hubli, Kyburz und Schönenberger (alle nicht im Aufgebot).


Bild: Daniel Küttel



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