2. April 2019
Mutschellen bleibt in der Negativ-Spirale

Der HC Mutschellen findet weiterhin nicht aus dem Loch. Bei der SG Pilatus mussten die Freiämter eine deutliche 39:31-Klatsche hinnehmen. Damit liegen die Mutscheller neu auf einem direkten Abstiegsplatz.

(Christoph Hajagos) Dass es am vergangenen Samstag beim Gastspiel bei der SG Pilatus schwer werden würde, war bei einem Blick auf die Mannschaftsaufstellung schnell zu vermuten. HCM-Headcoach Stefan Konkol musste beim kapitalen Duell mit dem punktgleichen Tabellennachbarn neben dem gesperrten Pascal Baur auch auf den erkrankten Duje Vukadin und die beiden abwesenden Alex Wagner und Fabian Ulrich verzichten. So wartete auf das HCM-Rumpfteam eine Herkulesaufgabe, denn nur der Sieger würde sich von den direkten Abstiegsplätzen etwas distanzieren können.

Verschlafene Start- und Schlussphase in Halbzeit eins

Zwar gelang dem HCM durch Walber Mirandas Penaltytreffer das erste Tor der Partie, die Hausherren der SG Pilatus, die in den letzten Wochen immer besser in Schwung kamen, konnten mit viel Tempo auf den Rückstand reagieren und zogen bis zur 6. Minute schnell auf 4:1 davon. In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie, in der die Freiämter viel Mühe bekundeten, ein Tor zu erzielen. Und wenn ihnen dies doch gelang, dauerte es nur wenige Sekunden bis die Innerschweizer den alten Vorsprung wieder herstellen konnten. So kamen die Gäste vom Mutschellen nie mehr näher als bis auf zwei Treffer heran. Im Gegenteil, denn in der Schlussphase der ersten Halbzeit nutzten die Luzerner die Nachlässigkeiten des HCM konsequent aus und bauten ihren Vorsprung nach dreissig Minuten bis auf 21:15 aus.

Nur halbherzig gegen die Niederlage gestemmt

Die Entscheidung über den Sieger der Partie schien demnach bereits zur Pause gefallen zu sein. Zu zaghaft verteidigten die Freiämter, zu harmlos waren sie im Angriff und ermöglichten so den Hausherren, mit dem Sechs-Tore-Polster in die zweite Halbzeit zu starten. Und im ähnlichen Stil ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Immer wieder verzettelten sich die Gäste in ihren Angriffsbemühungen, so dass die Innerschweizer mittels schnellen Kontern bis auf zwölf Tore Unterschied davonziehen konnten. Bereits nach zehn Minuten im zweiten Durchgang hatten die Luzerner ihren Vorsprung verdoppelt (29:17) und begannen danach, etwas in der Konzentration nachzulassen. Mit fünf Toren in Folge und einer verbesserten Abwehr kamen die Freiämter nochmals bis auf 29:22 heran. Das war es aber auch schon mit der Mutscheller Herrlichkeit. Ab der 45. Minute ging es aus Sicht der Gäste nur noch um Schadensbegrenzung. Am Ende musste sich der HCM im dritten Duell mit der SG Pilatus zum zweiten Mal geschlagen geben. Nach der jüngsten 39:31-Niederlage rutschten die Freiämter auf den vorletzten Platz ab und befinden sich neu auf einem der beiden direkten Abstiegsplätze. Der Rückstand auf die beiden Barrageplätze beträgt aber nur zwei Punkte im Vergleich mit Pilatus oder elf Tore gegenüber Bern, so dass die Hoffnung weiterhin besteht, diese Barrageplätze noch zu erreichen.

„Gegner war konsequenter“

HCM-Headcoach Konkol war nach der deutlichen Niederlage schnell wieder gefasst. „Angesichts der personellen Ausfälle haben wir uns eigentlich ganz gut gehalten. Pilatus war vom Tempo und von der individuellen Klasse her einfach konsequenter. Da müssen wir nicht lange lamentieren. Jetzt gilt es, vorwärts zu schauen, die Analyse des Spiels zu machen und uns auf Wohlen vorzubereiten“, bilanzierte Konkol die Partie in Luzern und blickte noch kurz auf das Derby vom kommenden Samstag gegen Wohlen. Mehr gab es nach dieser Niederlage auch nicht zu sagen.

Derbys schreiben eigene Geschichten

Während der HC Mutschellen im Tabellenkeller nicht vom Fleck kommt, ist für Wohlen der Ligaerhalt schon fast sicher. Aus den restlichen vier Partien brauchen die Bünztaler noch drei Punkte. Das Derby kann für beide Teams wegweisend sein, der HCM braucht die Punkte aber sicher mehr als Wohlen. Und Derbys schreiben bekanntlich ihre eigenen Geschichten. Das Hinspiel im Februar sicherten sich die Mutscheller. Es war seither der letzte Vollerfolg des Aufsteigers. In den folgenden sieben Partien kamen gerade einmal noch die beiden Unentschieden gegen Herzogenbuchsee und Thun hinzu, die anderen fünf Partien gingen allesamt verloren. Ganz anders die Gefühlslage in Wohlen. Nach der Derbyniederlage mussten die Bünztaler nur beim Heimspiel gegen Visp als Verlierer vom Platz, die restlichen fünf Spiele wurden zur Beute der Wohler.

Ein Sieg des HCM vor heimischer Kulisse würde sicher helfen, dass die Chance, dass es auch in der kommenden Saison weitere Erstligaderbys mit dem HC Mutschellen geben wird, grösser werden würde.

SG Pilatus – HC Mutschellen 39:31 (21:15). Maihof Luzern. – 50 Zuschauer. – SR Abalo/Maurer. – Torfolge: 0:1, 4:1, 4:2, 5:2, 5:3, 6:3, 6:4, 7:4, 7:5, 8:5, 8:6, 9:6, 9:7, 11:7, 11:8, 12:8, 12:9, 13:9, 13:10, 14:10, 14:11, 15:11, 15:12, 17:12, 17:14, 18:14, 18:15, 21:15; 23:15, 23:16, 26:16, 26:17, 29:17, 29:22, 32:22, 32:23, 33:23, 33:24, 35:24, 35:25, 36:25, 36:28, 37:28, 37:30, 38:30, 38:31, 39:31. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Pilatus, 4-mal 2 Minuten gegen Mutschellen. – Pilatus: Rast, Schnyder (ab 31.); R. Baumann (8), T. Baumann (4), Bühler (3), Felber, Heller (2), Hermann (1), Knabl (2), Petkovic (2), Stadelmann (3), Studer (4), Wolf (6/2), Wyss (4). – Mutschellen: Barbian, Wymann (21. – 53.); Adamcic (4), Bossard, Brunner (2), Faiss (2), Gündel (1), Küttel (7), Leuenberger (8), Miranda (7/2), Vetsch. – Bemerkungen: Barbian hält Penalty von Wolf (19./12:9), Wymann von Wolf (43./29:19), Schnyder von Miranda (56./37:29). – Konkol bei Mutschellen nicht eingesetzt. – Timeout: Pilatus (30./20:15 und 53./36:27), Mutschellen (14./9:6). – Mutschellen ohne Baur (Sperre), Füglistaler (nicht im Aufgebot), Sax (rekonvaleszent), Ulrich, Wagner (beide abwesend) und Vukadin (krank).

Bild: Christoph Hajagos



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